COMENIUS-Projekt: Niederlande PDF Druckbutton anzeigen? E-Mail


Vlaflip, Flensjes und Prikkertjes

– neu gewonnene Erfahrungen durch das COMENIUS-Projekt



Seit Beginn des Schuljahres 2011/2012 ist das Otto-Hahn-Gymnasium Teil einer mulilateralen COMENIUS-Schulpartnerschaft. Dieses Projekt stellt einen Schüleraustausch mit verschiedenen Ländern wie beispielsweise Deutschland, den Niederlanden, Italien und Frankreich dar. Die EU setzt sich sehr für die internationale Verbindung der verschiedenen Länder ein und finanziert dieses Projekt daher sehr großzügig. Dabei ist es wesentlich, dass die Teilnahme über einen einfachen Austausch hinausgeht und damit auch vermehrt Zeit und Arbeit investiert wird.  “Integration in an European context” lautet der Titel unseres Projektes, welches bis 2013 läuft. In den vorbereitenden Veranstaltungen trafen sich hierfür 28 Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen, um sich selbstständig über die Kolonisations- bzw. Gastarbeitergeschichte ihrer Heimat als auch über die Rechte der Migranten in einem modernen und demokratischen Europa zu informieren. Darüber hinaus galt es, die ausländischen Einflüsse auf das tägliche Leben unserer multikulturellen Gesellschaft zu reflektieren, wobei v.a. die Esskultur oder die traditionelle Kleidung im Vordergrund standen. Interessanterweise kamen meist stereotype Vorstellungen zutage, die von den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern durch eigene Erfahrungen, beispielsweise durch Befragungen ausländischer Mitbürger, neu überdacht werden mussten.



Im Folgenden soll von zwei Teilnehmerinnen berichtet werden, wie sich die beiden Austauschwochen im Schuljahr 2011/2012 gestalteten: Jeder von uns bekam einen niederländischen Schüler zugewiesen, für den wir verantwortlich sein sollten, der in der Austauschwoche bei uns wohnen würde und fast ein kleiner Teil unserer Familie werden sollte. Wir standen bereits über Internet ein wenig in Kontakt und freuten uns riesig auf ihre Ankunft hier.

Am 27.2.2012 war es soweit, die niederländischen Schüler trafen in Deutschland ein. Bleiben sollten sie bis zum 2.3.2012, also eine Schulwoche lang. In dieser Woche wurden verschiedene Aktivitäten angeboten, die wir deutschen Schüler in der Vorbereitungszeit bereits geplant hatten. Unter anderem besuchten wir alle gemeinsam einen Sportkurs, unterschiedliche Attraktionen im Umkreis, z.B. das Dynamikum in Pirmasens oder das Europabad in Karlsruhe.

Vorallem aber beschäftigten wir uns mit dem Thema “Immigration-Integration”, Gastarbeiter in Deutschland/Holland in den 60ern und dem Vergleich der Situationen zu dieser Zeit in den beiden Staaten. Unsere Arbeiten wurden mit Foto und Computer von unseren Lehrern dokumentiert. Am Ende der Woche hatten wir viel über dieses Thema gelernt und konnten dies auch gemeinsam mit unseren Austauschschülern auf der “Licht- & Kreativnacht” des Otto-Hahn-Gymnasiums präsentieren.


                           


Fast drei Monate später, am 29.5.2012, hieß es für uns: “Auf nach Weert!”.
Als wir nach fünf Stunden endlich ankamen, war unser erster Eindruck vom “HET-College” sehr positiv, alles war neu, modern, bunt, sauber und großzügig angelegt. Hier wurden wir von unseren Partnern empfangen. Die erste Zeit verbrachten wir zuhause bei unseren Familien, um Eltern und Geschwister ein wenig näher kennenzulernen. Am nächsten Tag begann die Arbeit: Wieder lernten wir viel Neues über Menschenrechte hier und anderswo, hörten einen Vortrag über die Situation der Menschen im Bürgerkrieg in Sierra Leone und einen Bericht über die Zeit im Zweiten Weltkrieg. Den Abschluss des Tages bildete ein effektives Sportprogramm in einem Fitnessstudio in der Nähe. Tag zwei begann mit dem Organisieren eines großen “Austausch-Events”, bei dem wir unsere Vorbereitungen präsentieren sollten. Wir überlegten uns verschiedene Kostüme, um verschiedene Länder darzustellen, wir entwarfen ein Buch über den Austausch, schrieben Artikel, drehten Kurzfilme, stellten den Niederländern unsere eigene Schule vor und hatten aber trotz der Arbeit sehr viel Spass zusammen.
Für den Rest der Woche bis zum 2.6.2012 waren Freizeitaktivitäten wie Bowlen oder Schwimmen und eine große Abschlussparty mit allen Comenius-Teilnehmern aus Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und Italien geplant.

                           

Abschliessend können wir nun sagen, dass wir alle dankbar sind, dass unsere Schule uns Möglichkeiten wie diese bietet. Wir haben durch dieses Projekt viele neue Freunde gewonnen, sehr viel über andere Länder und Kulturen gelernt und insgesamt unglaublich viele Eindrücke und Erfahrungen daraus mitnehmen können. Wir hoffen, dass das “Comenius-Projekt” noch lange weitergeführt wird und noch viele andere Schüler diese Erfahrungen machen dürfen.
(von Yvonne Wright und Jule Anefeld)


Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 15. Oktober 2015 um 09:55 Uhr
 

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